[booktalk]: delia – die saphirblauen augen

DeliaBuch Titel: Delia – Die saphirblauen Augen
Autorin: Mia Bernauer
Teil einer Serie
: #1 Delia-Trilogie
Verlag
: IRIS Line
Seitenzahl
: 494 (Print-Ausgabe)
Hier erhältlich: Amazon

Delia Winter studiert an der Universität Houston Architektur. Ihr Leben ist fast sorgenfrei – aber eben nur fast. Sie ist eine ganz gewöhnliche Einundzwanzigjährige mit Träumen, Idealen und Hoffnungen. Doch aus unerklärlichen Gründen erscheinen ihr Nacht für Nacht seltsame Alpträume. Oder sind es vielleicht doch keine Alpträume? Hinzu tritt Leander Jackson – den ein rätselhaftes Auftreten umgibt. Er vertraut ihr ein Geheimnis an, welches ihr gewöhnliches Leben zum Einsturz bringt. Sie gewinnt durch Leander zunehmend Einblick in eine ihr fremde Welt – die Welt der Halbwesen. Delia steht wahrscheinlich vor ihrer schwierigsten Entscheidung. Sie muss sich entscheiden, Teil der magischen Welt zu werden oder sie für immer zu vergessen … Was, wenn sie sich nicht entscheiden will? 

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Das Cover ist doch mal traumhaft schön, oder? Für mich war es Liebe auf dem ersten Blick, insbesondere im Hinblick auf die Farbkombination und die Liebe ins Detail, wie z.B. die “Katze”! Deshalb war ich mehr als dazu bereit, als Rezensentin zu fungieren und das Buch zu lesen, als mich die Autorin darauf ansprach.
Der Einstieg in die Geschichte ist mir zunächst doch schwerer gefallen, als ich erwartet habe. Es gab zu viele ungeordnete Gedankenstränge, zu viele Wiederholungen und abgesehen davon, dass die Hauptcharakterin auf die Uni geht und nicht auf eine High School, folgt das Buch leider doch dem typischen Urban Fantasy-Muster. Das war auch der Grund, warum ich anfangs kaum richtig mit den Figuren warm werden konnte. Besonders Leander war eine zu undurchschaubare Figur, der -für meinen Geschmack – schon fast “ambivalente” Charakterzüge hatte: Einerseits hat er diese charmante Ausstrahlung, mit der er allerdings Delia doch nicht so schnell um den Finger wickeln kann; andererseits aber wird er – der-unglaubliche-Hulk-artig – auch schnell mal zum launischen Besserwisser, wenn Delia nicht begreift, dass Mythen vielleicht doch nicht immer nur Mythen sind.
Mich mit Delia anzufreunden, hat auch länger gedauert, als ich gedacht habe. Ich wurde einfach nicht schlau aus ihr – warum musste sie unbedingt als graue Maus dargestellt werden, die bildhübsch ist, es selber aber nicht einsieht! Und dann kommt plötzlich die unglaublich reiche Jackson-Familie auf die Tanzfläche; Leander will etwas von Delia, verschweigt ihr selber viele Geheimnisse…Kommt euch bekannt vor? Ich hatte häufig solche Deja-Vu-Momente. Ich habe mir häufig gewünscht, dass Delia selbstbewusster, taffer und selbstsicherer gehandelt hätte. Dies war für meinen Geschmack auch ausschlaggebend dafür, dass die Chemie zwischen ihr und Leander nicht immer stimmte…..ich konnte Delias Gefühle einfach nicht durchschauen und war zwischendurch fast frustriert, dass sie zu Beginn des Buches fast von ihm abhängig ist. So fühlt sie sich Leander einerseits angezogen, dann im nächsten Moment aber wundert sie sich, was er überhaupt an ihr findet.

Der Grund, warum ich das Buch dennoch genießen konnte, war eindeutig der Fantasy-Aspekt. Die Idee mit Gestaltswandler ist nicht neu, jedoch wurde die Hintergrundsgeschichte wunderschön verarbeitet. Wie man schon vermuten kann, ist Delia aber nicht ein zufälliger Charakter; sie nimmt eine besondere Rolle in der Gestaltswandler-Welt, bzw. unter den Therion ein. So entwickelt sie nach und nach Fähigkeiten, die sie sich wortwörtlich nie erträumt hätte. Ich bin gespannt, herauszufinden, wie Delia mit ihrem vorherbestimmten Schicksal umgehen wird. Zudem waren Träume ein weiterer Punkt, der mich richtig begeistern konnte. Bald weiß Delia nicht mehr, was Traum und Realität ist, wodurch der Leser natürlich mit im Dunkeln tappt und die Spannung in der Geschichte ungemein angestiegen ist. Der Showdown hat dem Buch nochmal einen richtigen Kick gegeben und ich war von den abschließenden Wendungen mehr als überrascht.

Insgesamt ist das Buch ein netter Serienauftakt, der mich gut unterhalten konnte, bis zu einem bestimmten Punkt jedoch zu sehr dem typischen Fantasy-Schema folgte und insofern leicht vorhersehbar war. Für Einsteiger im Urban Fantasy allerdings ist das Buch ein absolutes Must-Read!

Vielen Dank an Mia Bernauer für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars! 

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